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Rezension


 
Rezension zu "Ein Messer aus Odessa"
Text: Sebastian Fasthuber, Quelle: Falter, 25.11.2009

 
Wer im eigenen Haus nicht recht weiß, wo Kochtopf / & Besen stehen, darf sich nicht wundern, wenn bald auch die / Mäuse lustig tanzen. “Willkommen in der Welt des Erwin Einzinger (Jg. 1953), einem sonderbaren Paralleluniversum, in dem der oberösterreichische Autor seinem Griffel freien Lauf lässt. Bekannt ist Einzinger für das monumentale „Aus der Geschichte der Unterhaltungsmusik“ (2005), nach „Hunde am Fenster“ (2008) legt er nun wieder einen Gedichtband vor. Beobachtungen bei Spaziergängen durchs Kremstal und Erinnerungen an Lektüren sowie obskure Lieblingsplatten werden in stark verdichtete, aber auch vielfach gebrochene Texte zwischen Melancholie und Übermut transformiert. Hier tanzen fürwahr die Mäuse! Ein Einzinger-Einseiter kann mit einer Volkstanzgruppe beginnen und mit den Kosten des Fechtunterrichts für die Tochter enden. „Der Schutt, den die Tage anhäufen“ heißt ein Gedicht nicht umsonst. Man liest das mal irritiert ob der thematischen Sprünge, oft aber auch erheitert. Obwohl nach gängigen Maßstäben nicht sehr lyrisch, bringen die Texte beim Lesen etwas zum Schwingen. Und allein für seine Titel („An die dreißig nie gedrehte Filme“, „Leichtes Kratzen im Hals“, „Ambulanzmusik“, „Sie bohren jetzt sogar die Hügel an“) würde dem Autor einmal ein Spezialpreis gebühren. Podium mit Erwin Einzinger u.a.: 28.11., 18 Uhr, im Literaturhaus (Erich-Fried-Tage)
 
Sebastian Fasthuber in Falter vom 25.11.2009

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